Hinweise zum Ablauf einer JuHu des BCD - von Thomas Gruber

 

Verhaltensbeurteilung der Junghunde

Die Verhaltensbeurteilung des Junghundes gibt uns unter anderem Gelegenheit, Extremverhalten des Hundes und eventuelle Halterfehler frühzeitig zu erkennen. Dazu wird das Verhalten des Hundes und seines Halters über den gesamten Ablauf beobachtet, möglicherweise werden dann auch Einzelpunkte dem Gesamten angeglichen und es wird, wo nötig, eine weiterhelfende Bemerkung geschrieben. Da es nicht möglich ist, das rein ererbte „Wesen“ aus dem Gesamtverhalten „herauszufinden“, arbeitet die Verhaltensgruppe des BCD mit im Alltag möglichen, praktisch verständlichen Testabläufen für das Lebensteam Halter/Briard.

Ablauf der Junghundebeurteilung

Wer seinen Junghund zur Verhaltensbeurteilung vorführt, ist aufgeregt und oft auch verunsichert. Darum im folgenden einige Info’s, damit der Hundeführer mit seinem Hund handlungssicherer ist.

-       Was kommt auf mich zu?

-       Wie verhalte ich mich?

Der Hundeführer hat am Beurteilungstag morgens mit seinem Hund einen Spaziergang gemacht, damit der Hund sich lösen und die Füße vertreten kann. Anschließend läßt man ihn im Auto und deckt, wenn nötig, dieses mit einem Tuch so zu, dass der Hund im Schatten sitzt (Fenster einen Spalt geöffnet). Fressen und Wasser wie zu den üblichen Zeiten. Nicht ständig den Hund mit Wasser und Futter in seiner Ruhe stören.Danach ortet man das Beurteilungsfeld, den Eingang, die Tafel auf der die Reihenfolge der „Probanden“ steht.

10 Minuten bevor man drankommt, holt man seinen Hund, läßt ihn kurz auslaufen und steht dann abseits des Eingangs bereit. (Alter Hundeführerscherz: Der Eingang ist da, wo 10 Hunde mit ihren Führern dichtgedrängt stehen – man also nicht 'reingehen kann.) 

Man ist dran: Zügig geht der Hundeführer mit seinem aufgemunterten Hund zur Verhaltensbeurteilungsgruppe, durchquert sie einmal und meldet sich dann an. Denken Sie daran, daß die Verhaltensbeurteiler heute bei der Junghundebeurteilung dazu da sind, Ihnen und Ihrem Hund zu helfen. Das tun sie auch, indem sie sich mit der gesamten Gruppenerfahrung – die sich zusammensetzt aus Züchtern, Aufzüchtern und Hundehaltern, Trainern von Sporthunden sowie Theoretikern – das Team Hund und Hundeführer zu beobachten.

Darum locker, ernsthaft und offen sein für das Junghundeverhalten, das man vorführt und das am Testende besprochen wird.

Spiel mit dem Halter     Der Hund soll mit dem Halter und seinem Spielzeug, oder ohne Spielzeug nur mit dem Halter spielen. Der Halter kann als Person durchaus selbst aktives Spielzeug sein.

Spiel mit Fremden  Der Wesensbeurteiler übernimmt das Spielzeug bzw. spielt mit dem Hund

Aggression im Spiel Beim Spiel mit dem Halter sowie beim Spiel mit Fremden wird die Aktivität, die vom Hund ausgeht, sowie das Fordern und Wehren um das Spielzeug bewertet.

Optische Eindrücke Sie werden mit gespannten Leintüchern, Folien, Regenschirmen und Tunnel usw. erzeugt und zwar in einer Art und Weise, wie es im Alltag vorkommen kann.
Akustische Eindrücke Als akustische Eindrücke werden Kannen, Dosen, Büchsen usw. zum Klappern gebracht. Der Einsatz der Geräusche erfolgt in einer normalen Alltagslautstärke. Bewegte Geräuscherzeuger werden nicht auf oder direkt gegen den Hund geworfen, sondern nur in entsprechendem Abstand.

Optisch – akustische Eindrücke Der Hundeführer geht mit seinem Hund über und unter Knisterfolien. Er über- und durchquert gespannte Tücher bzw. geht durch ein Tunnellabyrinth oder ähnliches.

Temperament Während des gesamten Ablaufs wird das Temperament des Briard beobachtet.

Verhalten zu Fremden Über den gesamten Ablauf wird das Verhalten zu Fremden beobachtet.

Verhalten zum Halter Über den gesamten Ablauf wird das Verhalten zum Halter beobachtet

 

Die Seite zum Download als Worddokument  >>Infoblatt für Teilnehmer<<



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